Die drei Pickleball-Grundtechniken – Dinking, Volley und Third Shot Drop – bilden das taktische Fundament jedes Spiels: Dinking schafft Kontrolle am Netz, der Volley erzeugt Druck im Flug, und der Third Shot Drop öffnet den Weg zur Netzposition nach dem Aufschlag. Pickleball Training, Technik & Taktik: Kompletter Leitfaden Anfänger Guide: Erste Schritte im Pickleball Pickleball Anfänger Guide: Erste Schritte & Einstieg Pickleball Training, Technik & Taktik: Leitfaden Pickleball Training, Technik & Taktik: Kompletter Leitfaden Anfänger Guide: Erste Schritte im Pickleball: Cluster Anfänger Guide: Erste Schritte im Pickleball Pickleball Anfänger Guide: Erste Schritte & Einstieg
- Dinking ist ein weiches, kontrolliertes Netzspiel – Geduld schlägt Kraft.
- Volley bedeutet aggressives Spiel im Flug – Timing und kompakte Bewegung entscheiden.
- Third Shot Drop ist der taktische Übergangschlag nach dem Aufschlag – er neutralisiert den Nachteil der Aufschlagseite.
- Alle drei Techniken hängen zusammen: Wer nur eine beherrscht, ist leicht zu lesen.
- Kontinentaler Griff, niedrige Körperhaltung und Footwork sind für alle drei Techniken entscheidend.
Warum diese drei Techniken alles entscheiden
Pickleball ist kein Kraftsport – es ist ein Präzisionssport auf kleiner Fläche. Die Spielfläche misst nur 13,4 × 6,1 Meter (Doppel), die Kitchen (Non-Volley Zone) ist 2,13 Meter tief auf jeder Seite. Diese Enge erzwingt Kontrolle. Wer versucht, Punkte mit Kraft zu erzwingen, macht mehr Fehler als der Gegner.
Im Unterschied zu Tennis oder Badminton dominiert im Pickleball das Soft Game – das kontrollierte, taktische Spiel nahe dem Netz. Dinking, Volley und Third Shot Drop sind keine isolierten Bewegungen, sondern ein System: Der Third Shot Drop bringt Sie ans Netz, das Dinking hält Sie dort, und der Volley beendet den Punkt. Mehr Hintergrund zu Taktik und Trainingsaufbau finden Sie im Pickleball Training, Technik & Taktik: Leitfaden.
Third Shot Drop
Weg ans Netz
nach Aufschlag
Dinking
Netzposition
halten & aufbauen
Volley
Punkt beenden
aggressiver Abschluss
| Technik | Spielsituation | Ziel | Schwierigkeitsgrad | Häufigster Fehler |
|---|---|---|---|---|
| Dinking | Beide Teams an der Kitchen-Linie | Gegner zu Fehler zwingen | Mittel – erfordert Geduld | Ball zu hoch spielen |
| Volley | Ball kommt hoch, Team am Netz | Punkt direkt beenden | Mittel – Timing kritisch | Zu weiter Ausholschwung |
| Third Shot Drop | Aufschlagseite nach Return | Ans Netz vorrücken | Hoch – präzise Dosierung nötig | Ball landet zu tief/zu lang |
Dinking: Die Kunst der Kontrolle

Was ist Dinking?
Dinking ist ein sanfter, kontrollierter Schlag, bei dem der Ball mit minimaler Kraft über das Netz gespielt wird – idealerweise so, dass er knapp über dem Netz in der gegnerischen Kitchen (Non-Volley Zone) landet. Der Ball sollte niemals höher als Schulterhöhe des Gegners fliegen. Wer einen Dink zu hoch spielt, schenkt dem Gegner einen Volley-Angriff.
Dinking ist ein Geduldsspiel: Wer den ersten Fehler macht, verliert den Punkt. Profis können Dink-Rallys von 30 oder mehr Schlägen spielen, bevor sich eine Lücke öffnet. Anfänger unterschätzen diesen Aspekt regelmäßig – mehr dazu im Anfänger Guide: Erste Schritte im Pickleball.
Technische Ausführung: Schritt für Schritt
- Griff: Verwenden Sie den kontinentalen Griff (Schläger wie ein Hammer halten, V-Form zwischen Daumen und Zeigefinger auf der oberen Kante). Alternativ: leicht östlicher Vorhandgriff. Der Griff muss locker bleiben – Verspannung erzeugt unkontrollierte Schläge.
- Körperhaltung: Knie leicht gebeugt, Gewicht auf den Fußballen, Oberkörper leicht nach vorne. Stehen Sie parallel zur Grundlinie, nicht seitlich.
- Schlagbewegung: Keine Armkraft – die Bewegung kommt aus Schulter und Unterarm. Der Schläger führt den Ball, nicht der Arm. Kleines, kompaktes Pendel.
- Ballkontakt: Ball vor dem Körper treffen, Schläger leicht geöffnet (Fläche zeigt leicht nach oben), um Backspin oder flachen Topspin zu erzeugen.
- Nachschwung: Kurz und kontrolliert – kein weites Durchschwingen.
Dinking-Varianten
- Cross-Court Dink: Diagonal gespielt – längere Flugbahn, mehr Fehlertoleranz, schwerer für den Gegner zu attackieren.
- ATP (Around The Post): Fortgeschrittene Variante – Ball wird außerhalb des Netzpfostens gespielt, kein Überqueren nötig.
- Speedup aus dem Dink: Plötzliche Beschleunigung eines scheinbaren Dinks – überrascht den Gegner.
Dinking im Training festigen
Ein bewährtes Übungsformat: Stellen Sie sich mit einem Partner an die jeweiligen Kitchen-Linien und spielen Sie ausschließlich Cross-Court Dinks – Ziel ist es, 20 fehlerfreie Schläge in Folge zu erreichen, bevor Sie die Diagonale wechseln. Wer dabei merkt, dass der Ball regelmäßig zu hoch fliegt, sollte die Griffspannung bewusst reduzieren und den Schläger beim Kontakt leicht kippen. Dieses einfache Drill-Format deckt die häufigsten Fehler schneller auf als jede Theorie.
Eine weitere effektive Methode: Spielen Sie bewusst Dinks mit Backspin – öffnen Sie die Schlägerfläche etwas weiter und führen Sie den Schläger beim Kontakt leicht nach unten. Der Ball bleibt tiefer und zwingt den Gegner, aus einer schwierigen Position heraus zu antworten. Diese Variante eignet sich besonders gut, um den Übergang vom Dinking zum Speedup-Angriff zu trainieren.
Volley: Aggressives Spiel im Flug

Was ist ein Volley?
Ein Volley ist ein Schlag, bei dem der Ball vor dem Aufprall auf dem Boden getroffen wird. Im Pickleball wird der Volley fast ausschließlich an der Kitchen-Linie gespielt – der Spieler steht dabei außerhalb der Non-Volley Zone und trifft den Ball im Flug. Der Volley ist das Abschlusswerkzeug: Er wird eingesetzt, wenn der Gegner einen zu hohen Dink oder einen schwachen Return spielt und der Ball angreifbar ist.
Technische Ausführung: Schritt für Schritt
- Ausgangshaltung: Schläger vor dem Körper in Bereitschaftsposition halten – Schlägerkopf auf Augenhöhe, Ellbogen leicht angewinkelt. Diese sogenannte „Ready Position” verkürzt die Reaktionszeit erheblich.
- Ausholbewegung: Minimal – kein großer Rückschwung. Der Schläger bewegt sich nur wenige Zentimeter zurück. Zu weites Ausholen ist der häufigste Anfängerfehler und führt zu Netzfehlern oder unkontrollierten Bällen.
- Schlagbewegung: Kompakt und nach vorne gerichtet. Der Unterarm dreht sich leicht ein (Pronation bei der Vorhand), der Handgelenk bleibt stabil.
- Ballkontakt: Ball vor dem Körper und möglichst hoch treffen – je höher der Kontaktpunkt, desto steiler kann der Ball nach unten gespielt werden.
- Zielpunkt: Füße des Gegners oder die offene Seite des Feldes – nicht blindlings in die Mitte.
Volley-Varianten
- Punch Volley: Kurze, kraftvolle Vorwärtsbewegung – Standard-Volley für mittlere Bälle.
- Roll Volley: Mit leichtem Topspin gespielt – Ball taucht schnell ab, schwer zu verteidigen.
- Reset Volley: Defensiver Volley, der einen schnellen Ball in einen kontrollierten Dink umwandelt – besonders wichtig, wenn der Gegner einen Speedup spielt.
- Erne: Spektakuläre Variante – Spieler springt seitlich an der Kitchen vorbei und trifft den Ball direkt am Netzpfosten. Erfordert präzises Timing und Antizipation.
Wann greife ich an, wann resette ich?
Die Entscheidung zwischen Angriff und Reset ist eine der wichtigsten taktischen Fähigkeiten im Pickleball. Als Faustregel gilt: Liegt der Ball beim Kontakt über der Netzkante, ist ein aggressiver Volley sinnvoll. Liegt er darunter, ist ein Reset-Volley oder ein Dink die sicherere Wahl. Wer diese Entscheidung unter Zeitdruck trainieren will, übt am besten mit einem Partner, der abwechselnd hohe und niedrige Bälle spielt – der Spieler muss spontan entscheiden, ohne vorher zu wissen, was kommt.
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