Die Kitchen-Regel im Pickleball verbietet es Spielern, den Ball in der Nicht-Volley-Zone (NVZ) – einem 2,13 Meter tiefen Bereich beiderseits des Netzes – als Volley zu schlagen. Wer diese Zone mit dem Fuß betritt oder berührt, während er einen Volley ausführt, verliert sofort den Punkt. Pickleball Grundlagen & Regeln: Anfänger-Guide 2024 Pickleball Grundlagen & Regeln: Der komplette Guide 2026 Pickleball Grundlagen & Regeln: Anfängerleitfaden Pickleball Regeln komplett: Der Regelkatalog Pickleball Regeln & Grundlagen: Anfängerleitfaden 2024 Pickleball Grundlagen & Regeln: Anfänger-Guide 2024 Pickleball Grundlagen & Regeln: Der komplette Guide 2026: 2026 Pickleball Grundlagen & Regeln: Der komplette Guide 2026 Pickleball Grundlagen & Regeln: Anfängerleitfaden Pickleball Regeln komplett: Der Regelkatalog Pickleball Regeln & Grundlagen: Anfängerleitfaden 2024
- Maße: Die Kitchen erstreckt sich exakt 2,13 m (7 Fuß) vom Netz auf beiden Seiten des Courts.
- Volley-Verbot: Bälle dürfen in der NVZ nur geschlagen werden, nachdem sie den Boden berührt haben.
- Fußregel: Schon ein Zeh auf der Linie während eines Volleys gilt als Regelverstoß.
- Strafe: Jeder Verstoß kostet sofort den Punkt – unabhängig davon, wer aufschlägt.
- Taktik: Die Kitchen erzwingt Dinking-Rallyes und verhindert dominante Smash-Attacken am Netz.
Was ist die Kitchen im Pickleball?
Die „Kitchen” ist der umgangssprachliche Begriff für die Nicht-Volley-Zone (NVZ) im Pickleball. Sie ist ein rechteckiger Bereich, der sich auf beiden Seiten des Netzes über die gesamte Courtbreite (6,10 m) und 2,13 m in die Tiefe erstreckt. Der Begriff stammt wahrscheinlich aus dem Shuffleboard, wo die „Kitchen” ebenfalls eine Strafzone bezeichnet – im Pickleball hat er sich als fester Jargon etabliert.
Die Kitchen ist keine passive Markierung, sondern eine aktive Regelzone. Ihr Zweck: Das Spiel ausbalancieren, Netz-Dominanz verhindern und taktisches Dink-Spiel fördern. Wer die Kitchen beherrscht, kontrolliert den Spielrhythmus. Für einen vollständigen Überblick über alle Grundregeln empfiehlt sich der Pickleball Grundlagen & Regeln: Der komplette Guide 2026.
NETZ
Kitchen / NVZ (Gegnerseite)
2,13 m vom Netz
Kitchen / NVZ (eigene Seite)
2,13 m vom Netz
Spielfeld Gegner (hinter Kitchen)
Spielfeld Eigene Seite (hinter Kitchen)
2,13 m
2,13 m
Kitchen / NVZ
Spielfeld
Genaue Maße und Abmessungen der Kitchen
| Bereich | Maß | Regelrelevanz |
|---|---|---|
| Tiefe der Kitchen (NVZ) | 2,13 m (7 Fuß) | Volley-Verbot in diesem Bereich |
| Breite der Kitchen | 6,10 m (gesamte Courtbreite) | Gilt für die gesamte Netzbreite |
| Netzhöhe (Mitte) | 86 cm | Niedrigster Punkt – begünstigt Dinks |
| Netzhöhe (Pfosten) | 91,4 cm | Höchster Punkt am Rand |
| Gesamte Courtlänge | 13,41 m | Kontext: Kitchen = ca. 32 % je Seite |
| Kitchen-Linie | Ist Teil der NVZ | Betreten der Linie = Regelverstoß |
Wichtig: Die Kitchen-Linie selbst gehört zur Nicht-Volley-Zone. Ein Fuß auf der Linie während eines Volleys gilt bereits als Verstoß – nicht erst beim vollständigen Betreten der Zone.
Die Kitchen-Regel im Detail: Was ist erlaubt, was nicht?

Verbotene Aktionen in der NVZ
- Einen Ball als Volley (vor dem Bodenaufprall) in der Kitchen schlagen
- Den Ball mit dem Fuß kicken, während man in der Kitchen steht
- Die Kitchen betreten und danach sofort einen Volley ausführen, ohne die Zone vollständig verlassen zu haben
- Durch den Schwung des Schlägers in die Kitchen hineinstolpern – auch das zählt als Verstoß
Erlaubte Aktionen in der NVZ
- Den Ball spielen, nachdem er in der Kitchen aufgeprallt ist (Groundstroke)
- Sich in der Kitchen aufhalten, solange kein Volley gespielt wird
- In die Kitchen laufen, um einen kurzen Ball zu spielen – sofern der Ball zuerst den Boden berührt
- Nach einem Volley in die Kitchen treten – der Verstoß liegt beim Volley selbst, nicht beim anschließenden Eintreten
Die Fußpositions-Regel im Detail
Die Fußregel ist der häufigste Streitpunkt unter Anfängern. Folgende Szenarien gelten als Regelverstoß:
| Situation | Regelverstoß? | Begründung |
|---|---|---|
| Fuß auf der Kitchen-Linie beim Volley | ✅ Ja | Linie gehört zur NVZ |
| Fuß hinter der Linie, Schläger ragt in die Kitchen | ❌ Nein | Nur Körperposition zählt |
| Sprung aus der Kitchen heraus, Volley in der Luft | ❌ Nein | Beide Füße müssen beim Aufprall außerhalb landen |
| Schwungmomentum trägt Spieler nach Volley in die Kitchen | ✅ Ja | Momentum gilt als Teil der Volleybewegung |
| Hut fällt in die Kitchen während eines Volleys | ✅ Ja | Gegenstände des Spielers gelten als Körperverlängerung |
Das letzte Beispiel überrascht viele: Laut den offiziellen USA Pickleball Regeln (Regel 9.B.1) gilt jeder Gegenstand, der einem Spieler gehört – Mütze, Sonnenbrille, Schweißband – als Teil seines Körpers. Fällt dieser Gegenstand während eines Volleys in die NVZ, ist der Punkt verloren.
Momentum-Regel: Der häufig übersehene Sonderfall
Die Momentum-Regel ist eine der am meisten missverstandenen Ergänzungen zur Kitchen-Regel. Sie besagt: Wenn ein Spieler durch den Schwung eines Volleys in die NVZ getragen wird – auch wenn der Volley technisch außerhalb der Zone gespielt wurde – gilt dies als Regelverstoß.
Praxisbeispiel: Spieler A steht knapp hinter der Kitchen-Linie und schlägt einen aggressiven Overhead-Volley. Der Schwung reißt ihn einen Schritt nach vorne, sein Vorderfuß landet auf der Linie. Regelverstoß – Punkt verloren, obwohl der Schlag selbst außerhalb der NVZ stattfand.
Diese Regel existiert aus gutem Grund: Sie verhindert, dass Spieler die Kitchen-Grenze als bloße Abschusslinie nutzen und dann unkontrolliert ins Netz stürmen. Wer an der NVZ-Linie aggressiv spielt, muss seine Balance aktiv kontrollieren.
So vermeidest du Momentum-Verstöße
- Beim Overhead-Smash eine halbe Körperlänge Abstand zur Kitchen-Linie einhalten
- Nach jedem Volley bewusst das Körpergewicht nach hinten verlagern
- Kurze, kontrollierte Schlagbewegungen statt ausholender Schwünge an der Linie
- Im Training gezielt Stopps nach dem Volley üben – Stichwort „Stick the landing”
Taktische Bedeutung der Kitchen: Warum sie das Spiel definiert
Die Kitchen ist nicht nur eine Strafzone – sie ist das taktische Herzstück des Pickleball. Ohne sie wäre das Spiel ein reines Netz-Dominanz-Spiel: Wer zuerst ans Netz kommt und dort Volleys schlägt, gewinnt fast immer. Die NVZ erzwingt stattdessen ein mehrdimensionales Spiel.
Das Dink-Spiel: Taktik, die aus der Kitchen entsteht
Ein Dink ist ein weicher, kontrollierter Schlag, der den Ball knapp über das Netz in die gegnerische Kitchen befördert. Da der Gegner den Ball erst nach dem Aufprall spielen darf, entsteht ein langsames, geduldiges Rallye-Spiel. Ziel ist es, den Gegner zu einer Fehlerreaktion zu verleiten – entweder durch einen zu hohen Ball (der dann volley-attackiert werden kann) oder durch einen Fehler ins Netz.
Profispieler wie Ben Johns</strong
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